Der Club

Royal Auto Moto Club Eupen

Eine neue Zeit bricht an

Um das große Angebot besser zu bearbeiten, wurden Interessengemeinschaften gebildet. Die Motorradsektion fährt seither in der belgischen Tourismusmeisterschaft mit und organisiert Ausfahrten wie das clubeigene jährliche Motorradreffen „Tour du Barrage“ im August eines jeden Jahres. Als besondere Highlights können ohne jeden Zweifel die vom R.A.M.C.E. organisierten Freundschaftsrunden bezeichnet werden: 1995 am Gardasee, 2006 und 2009 im Kaunertal und 2014 in Scheffau. Hunderte Motorradfreunde aus ganz Belgien nahmen daran teil.

Jedes Jahr werden eine eintägige Frühlingsausfahrt sowie eine Herbstausfahrt, die sich über ein ganzes Wochenende erstreckt, organisiert. Die Interessengemeinschaft Oldtimer (Autos und Motorräder) fährt zu Börsen und Ausstellungen, richtet ein jährliches Oldtimertreffen aus und nimmt an Oldtimertreffen und Rennen teil.

Höhepunkte des Vereins waren sicherlich 2001 die Motorradausstellung in der Mehrzweckhalle Kettenis, die Clubausstellung im Eupener Capitol sowie die Austragung eines Demonstrationslaufs für Oldtimerrennmotorräder an der Eupener Talsperre anlässlich der 75-Jahrfeier, der vielen die Möglichkeit bot, technische Wunderwerke des Rennsports live zu sehen und zu hören.

Die Autogemeinschaft ist im Kartenlesen aktiv und nimmt an Kartrennen sowie Bergrennen teil. Einen wichtigen Stellenwert im Clubleben hat die Jugendarbeit eingenommen. Anlässlich des Juniorcups wird den Jugendlichen an 5 Samstagen im Jahr ein Kartsicherheitstraining angeboten. Daneben werden auch spezielle Trainingseinheiten auf der Kartbahn absolviert. Zum Jahresende gibt es eine feierliche Preisverteilung.

In der jüngsten Interessengemeinschaft des Clubs schließen sich Liebhaber von 50cc-Mofas und Mopeds zusammen. Sie reparieren und restaurieren 50cc-Zweiräder und nehmen an Treffen und Börsen teil. Ein- sowie mehrtägige Ausfahrten finden regelmäßig statt. Legendär ist sicherlich die mehrmalige Teilnahme am Ötztaler Moped-Marathon. Bei dieser Veranstaltung müssen innerhalb von 12 Stunden 4 Alpenpässe mit dem Moped überquert werden.

Auch die Familien der Mitglieder sollen nicht zu kurz kommen. Daher gibt es ebenso Veranstaltungen, an denen die gesamte Familie teilnehmen kann: Familientag (Wanderung, Ausflug,…), Familien-Kartfahren, Familien-Kartenlesen und gemeinsame Ausfahrten.

Den krönenden Abschluss eines jeden Clubjahres bildet weiterhin die große Nikolausfeier, in deren Rahmen auch die Ehrung langjähriger Mitglieder und die Preisverteilung zur Motorrad- und Clubmeisterschaft vorgenommen werden. Motorsport, Freundschaft und Geselligkeit sind mit Bestimmtheit die Worte, die den Königlichen Auto-Moto-Club Eupen am besten umschreiben. Jeder Motorsportfreund, der Gleichgesinnte sucht, ist zur Versammlung herzlich eingeladen, die an jedem ersten Freitag des Monats im Clublokal Penalty stattfindet.

Geschichte des Vereins

Royal Auto Moto Club Eupen Juni 1926

Gründung

Am 10. Juni 1926 fanden sich 21 Personen im Hotel Klein am Rathausplatz gegenüber der Klosterkirche ein, in der Absicht in Eupen einen Klub zu gründen. Das Interesse konzentrierte sich zunächst nur auf Motorräder, sodass man sich schnell auf den Namen Moto Club Eupen einigte.

Nach der ersten Vorstandswahl übernahm Johann Lenders das Amt des Präsidenten, während Carl Fehrers den Posten des Schriftführers antrat. Die Eupener beteiligten sich zunächst nur an auswärtigen Veranstaltungen, bevor sie selbst als Organisator von Motorradtreffen und Wettkämpfen fungierten.

Durch den sofortigen Anschluss an die "Féderation Motocycliste Belge", dem Belgischen Dachverband der Motorradfahrer, wurden sogleich zahlreiche Kontakte zu anderen Klubs im Land geknüpft. Der zweite Weltkrieg unterbrach das blühende Vereinsleben.

Royal Auto Moto Club Eupen Juni 1926

Nachkriegszeit

Die erste Versammlung nach Kriegsende fand am 29. August 1946 unter der Leitung von Präsident Erich Pauquet statt. Zu diesem Zeitpunkt erlebte der inzwischen in Auto-Moto-Club Eupen umbenannte Verein einen unerwarteten Höhenflug.

Die Anzahl der Mitglieder wuchs auf über 700 an. Allerdings spiegelt diese Zahl die Motorsportbegeisterung in unserer Gegend nicht wirklich wider. Alle Fahrzeugbesitzer benötigten zur Überschreitung der Landesgrenze ein sogenanntes Triptik, das sie nur über einen anerkannten Auto- oder Moto-Club erhalten konnten.

Das Clubleben knüpfte an die erfolgreichen Tage der Vorkriegszeit an. Im Jahre 1949 wurde als Untersektion des Auto-Moto-Clubs die Karnevalspolizei ins Leben gerufen, die außerhalb des Vereins ihre Sonderaufgaben bei den Karnevalszügen erfüllte.

Unter dem Impuls von Sekretär Hans Wintgens und Erich Pauquet beteiligte sich der Auto-Moto-Club im Jahre 1950 zusammen mit dem Grenz-Echo an der Ausrichtung einer “Ausfahrt der Alten”, die mittlerweile zu einer alljährlichen Tradition geworden ist.

Ab 1951 erlebte der A.M.C. seinen dritten Aufschwung. Zum Auftakt des Jahres stellte er den Karnevalsprinzen, der unter der Bezeichnung "Sonnenprinz Erich" in die Annalen des Aktionskomitees einging. Auch heute noch sind Mitglieder des RAMC mit einer Gruppe in den Karnevalsumzügen vertreten.

Von 1951 bis 1954 wurden große Motocross-Veranstaltungen organisiert, bei denen  Asse wie Geoff Duke, Auguste Mingels, Viktor Leloup, Emil Somja und viele andere bewundert werden konnten. Unter der Leitung von Leo Christmann wurde ein Vespa-Club gegründet, der allerdings nur einige Jahre bestehen blieb. 1950 und 1951 nahmen die Eupener Fahrer August Mennicken und Mathieu Theves am 24-Stundenrennen von Schaerbeek teil. Ihr Einsatz wurde mit Silber und Bronze belohnt.

Royal Auto Moto Club Eupen Juni 1926

Königlich

Durch Königlichen Erlass vom 16. Januar 1952 wurde der A.M.C. als Königlicher Auto-Moto-Club anerkannt.

Eine unvergessene Attraktion dieser Zeit sind die beliebten Seifenkistenrennen, die so großen Anklang fanden, dass diese Veranstaltung 1953 und 1954 wiederholt wurde.

1955 und 1956 wurden Sternfahrten organisiert, die Menschen aus ganz Europa nach Eupen lockten. Clubintern wurden Ausfahrten sowie eine Fuchsjagd ins feste Programm aufgenommen. Ab 1957 kam die Nikolausfeier hinzu.

In den folgenden Jahren besuchten die Clubmitglieder Motorradtreffen und Rennen, widmeten sich der Organisation einer Clubmeisterschaft und gemütlicher Ausfahrten. In den 60er Jahren wurden gemeinsam mit dem AMC St. Vith und dem Auto Club von Aywaille die ersten "12 Stunden der Ostkantone" organisiert. 1967 beteiligten sich mehrere Mitglieder an einer Motorradsternfahrt nach Moskau. Auch wurde die interne Clubmeisterschaft um zwei neue Disziplinen erweitert: dem Gokart- und dem Triallauf.

Ein Jahr später kamen die beliebten Orientierungsfahrten hinzu. Von 1969 bis 1974 veranstaltete der R.A.M.C. auch ein Treffen für Oldtimer in Eupen und von 1968 bis 1974 ein Kartenlesen unter der Schirmherrschaft der Stadt Eupen.

Royal Auto Moto Club Eupen Juni 1926

Trial

Ab 1971 trafen sich jährlich die Asse des Trialsports in Eupen. Unvergessen sind sicherlich die Läufe für die belgische Meisterschaft, die unter anderem im Schorberg stattfanden. 1976 wurde dann leider zum letzten Mal in Eupen gefahren. Die erforderlichen Genehmigungen wurden nicht erteilt und setzten dieser beliebten Veranstaltung somit ein Ende.

Zum 50-ährigen wurde ein internationaler Moto-Cross in Kelmis veranstaltet. Sieger war der 3-fache Weltmeister Gaston Rahier. Ein Festwochenende mit Fahrzeugsegnung, Ausstellung und Motorradakrobaten rundete das Jubiläum ab.

Einige Mitglieder stiegen in den Motorsport ein und betätigten sich in den Bereichen Autocross, Rallyesport, Bergrennen und Motorradrennen. Ab 1977 nahm das Anfahren von Treffen zu. Viele Motorradfahrer nehmen an nationalen und internationalen Fahrten teil. Der R.A.M.C. selbst bot auch Treffen in Eupen an, die sich großer Beliebtheit erfreuten.

Die Clubmeisterschaft wurde um einen Auto-Slalomlauf erweitert. Kegelabende, Grillabende und Clubausflüge wurden eingeführt. Die Mitglieder konnten sich als Strecken- oder Boxenkommissare bei den 24-Stunden-Rennen in Francorchamps, bei den Trial-Weltmeisterschaften oder bei der "Rallye Boucles de Spa" betätigen.

Nach einer langen Pause im Kartenlesen wurde  mit dem befreundeten Ocma-Team der Eupener Stadtpokal ausgetragen. Große Veranstaltungen dieser Zeit waren auch die Spezialetappen der 6 Stunden von Visé, die für die belgische und holländische Meisterschaft zählten. Der Club entwickelte sich weiterhin gut. Viele Aktivitäten zogen zahlreiche Motorsportfreunde nach Eupen.